Über uns

Das eigene Erleben von Sexualität, Körperlichkeit, Beziehungen und Intimität zu reflektieren und zu imaginieren ist wohltuend, wichtig und ein lebenslanger Prozess. Uns begegnen immerzu (neue) Fragen und Themen. Es gibt in jeder Lebensphase Neues und Altes neu zu entdecken. Von daher auch unser Name: Es reicht nicht, eine “erste” sexualpädagogische “Aufklärung” im Schulunterricht zu erhalten – wenn überhaupt. Für selbstbestimmte und wohltuende Beziehungen zu sich Selbst und zu Anderen braucht es immer wieder und weiter einen Raum für die eigenen Fragen, Gefühle, Unsicherheiten und Erzählungen.
Die “Zweite Aufklärung” versucht seit 2017 Räume zu schaffen, in denen Eure Wünsche, Fragezeichen, Neugierde und Geschichten Platz haben. Wir glauben, dass schon die Erfahrung eines solchen Austausch- und Reflexionsraumes zentraler Teil von Bildungsprozessen ist. Diese bietet eine Möglichkeit, zu Lernen, wie Du diese Räume (in weiterer Folge) in Dir, in Deinem Leben und/oder in fachspezifischen Kontexten schaffen kannst.

Mehr zu themenspezifischen (Selbsterfahrungs-)Workshops findest Du unter Workshops.
Multiplikator_innen aus pädagogischen, psychosozialen und medizinischen Bereichen finden auf der Seite Fachpersonen unsere weiteren Angebote.

Für uns besteht sexuelle Bildung aus Selbstreflexion, gemeinsamem Austausch und lebensorientierter Wissensvermittlung sowie ggf. fachspezifischem Praxistransfer. Wir vermitteln gebündelt emanzipatorische, wissenschaftsbasierte und differenzierte Informationen zu Sexualität, Beziehungen, Gefühlen und Körperlichkeit.
Unsere Grundwerte sind:
 – queer_feministisch
 – antirassistisch
 – diskriminierungskritisch
 – emanzipatorisch (d.h. handlungserweiternd und Machtkonstellationen hinterfragend)

Ziele unserer Bildungsangebote sind das gemeinsame Erkunden davon, welche Vorstellungen, Fragen und Wünsche wir zu Sex/ualität, Intimität und Beziehungsweisen haben und woher sie kommen. Wir wollen neue Handlungsoptionen finden, Perspektiven wechseln, Erinnerungen beleuchten, Sprache finden, Klarheit schaffen, Antworten formulieren, neue Fragen aufmachen. In unseren Workshops und Fortbildungen gibt es Platz herauszufinden, wie Du Sex/ualität, Intimität und Beziehungsweisen gestalten willst und was Du dafür brauchst. Wir betrachten Dich als Expert_in für Dich selbst und Dein eigenes Erleben. In unseren Fortbildungen für Multiplikator_innen sind Selbstreflexion und auf Austausch basierende Wissenvermittlung die Basis für die fachliche Metaebene und Praxistransfer.

Unsere Expertise besteht in der Begleitung von Gruppenprozessen und qualifiziertem Fachwissen. Unser Team kommt aus unterschiedlichen Bereichen: von Bildungswissenschaften und Psychologie hin zu Antidiskriminierungsarbeit und philosophischer Praxis.

Ein Foto des Teams der Zweiten Aufklärung
Ein Foto des Teams der Zweiten Aufklärung
Ben

Ben Russell ist selbständige Sexualpädagog*in und bietet sexualpädagogische Sexarbeit im gesamten deutschsprachigen Raum an. Ben ist studierte Psycholog*in (MSc) mit einem Fokus auf Neuro- und Kognitionswissenschaften. Vor allem für die Bereiche Sexualität, Liebe & Beziehung möchte Ben in seiner Arbeit aufzeigen, wie gesellschaftliche Normvorstellung das eigene Leben beeinflussen und wie man sich gegen diese Einflüsse wehren kann. Besonderes Interesse hat Ben an Themen rund um Kink, BDSM, Religion, sowie Monogamie und nicht-monogamen Lebensformen. Ben ist Atheist*in.

Vik

Vik Gharabaghi ist als Referent*in im Bereich sexueller Bildung in diversen Kontexten in Österreich und Deutschland tätig. Unter anderem arbeitet Vik im Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch und als Junior Lektor*in an der Sigmund Freud Privatuniversität zu den Themen Sexualität, Gender und Liebe. Studiert hat Vik Philosophie (BA) und Psychotherapiewissenschaft (BA). Derzeit forscht Vik im Rahmen des Magisterstudiums Psychotherapiewissenschaft zu verschiedenen Ebenen der Diskriminierung von Black, Indigenous und People of Colour, trans Personen und nicht-monogam lebenden Menschen in psychotherapeutischen Settings die (leider) einer weißen Norm unterliegen.

Kelly

Kelly Kosel arbeitet als Sexualpädagog_in mit Jugendlichen, Erwachsenen und Multiplikator_innen in unterschiedlichen Teams und Kontexten. Kelly hat Transkulturelle Kommunikation (BA BA) und Gender Studies (MA) studiert und ist seit 2016 als Bildungsreferent_in im Bereich sexuelle Bildung und Antidiskriminierung tätig. Besonders interessiert Kelly in der Bildungsarbeit die Verbindung von Sprache und Wirklichkeit sowie intersektionale Perspektiven auf LernRäume. Kelly ist außerdem Vorstand im Bildungsverein queerconnexion, produziert einen luxemburgischen Sexpodcast und forscht derzeit an den Schnittstellen diskriminierungskritischer Bildung, (angewandter) Sexualwissenschaften und Gender Studies.

Anna

Anna Gius ist als Bildungsreferent*in und Philosophische Praktiker*in selbstständig und arbeitet international mit Jugendlichen, Erwachsenen und Multiplikator*innen in unterschiedlichen Settings. Annas Arbeitsschwerpunkte sind neben der Grundlagenvermittlung sexueller Bildung vor allem gesellschaftliche Normvorstellungen in Bezug auf Liebe, Sexualität und Beziehung, die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Lebensweisen und nicht-monogame Beziehungsformen. Am liebsten gestaltet Anna Workshops, die Menschen zu radikal ehrlicher Selbstreflexion ermutigen und zugewandten Austausch auf Augenhöhe ermöglichen.

Raphi

Raphi Maier (BSc) gibt seit 2019 sexualpädagogische Workshops für Jugendliche und Erwachsene im ganzen deutschsprachigen Raum. Seit 2021 ist Raphi in der Männerberatung Wien im Themenbereich LGBTIQ. Besonders interessieren Raphi Themen um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, nicht-Monogamie, Verhütung und Verantwortung. Derzeit forscht Raphi an nicht-binären Subjektivierungsweisen im Rahmen eines Psychologiestudiums.